Event-BannerJumping-BannerBanner Sterne GoldfinaleBanner Lotto-Sportjugendförderpreis
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Nachlese zum 103. Turnerball - "Zauberwelt des TVG"

Mit einem fulminanten Bühnenprogramm feierte der TVG am Schmutzigen Dunnerschdig seinen 103. Turnerball in der vollbesetzten Kinzigalhalle.

 

 

 

 

Mit der Ankündigung „In sagenhafte Märchenwelte siehsch Teufel, Ritter, große Helde“, stimmte Michael Lohrmann, zweiter Vorsitzender und Hauptmoderator ins Motto „Die fantastische Zauberwelt des TVG“ ein und begrüßte die Gäste. Darunter Bürgermeister Sven Müller und Staatssekretär Volker Schebesta sowie eine Delegation aus der elsässischen Partnerstadt Obernai. Aus einer nachgebauten Märchenbahn heraus, leiteten 25 weitere Co-Moderatoren in Versform die dreizehn kurzweiligen Show-Nummern ein. Mit insgesamt 124 Programm-Akteuren und weiteren 76 engagierten Helfern im Hintergrund beeindruckte der TVG an diesem Abend schon allein mit seiner starken personellen Besetzung.
 

Zum stimmungsvollen Auftakt entführten 22 junge Turnerinnen in die Schweizer Bergwelt. In „Heidi“-Kostümen turnte und tanzte die Gruppe um Yara und Leonie Seger gekonnt auf einem zweieinhalb Meter hohen Schwebebalken. Nach der Ansage: „Stürmisch wird’s in wilder Fahrt, des ruckelt und schüttelt ganz schön arg“ hisste die „Wilde Dreizehn“ ihr Piratensegel hinter einer Holzleiter, die als Schiffsmast akrobatisch beturnt wurde. Das unterhaltsame Drehbuch dazu wurde von Markus Groß, Philipp Männle & Thomas Heini geschrieben. Die ehemalige TVG-Kurstrainerin Lea Gruenwald war wieder mit ihrer Showgruppe „Tanzleben Lahr“ zu Gast. Sehr ausdrucksstark verzauberten die jungen Tänzerinnen mit ihrem mystischen Showact das Publikum. 

 

Danach stand inmitten der Zuschauer eine Burgmauer, auf deren Zinnen die Hofdamen und Ritter mit Schauspiel, Jonglage und vor allem eindrucksvoller Kraft-Akrobatik begeisterten. Diese Inszenierung hatte der Vereinsvorsitzende Rainer Klipfel einstudiert. Als Nächstes hielt der „Zauberwelt-Express“ thematisch in einer Edelsteinhöhle, an deren Decke die Trapezkünstler um Lukas Zink und Aaron Kara nicht nur sprichwörtlich glänzten. Die Strahlkraft der funkelnden Haltefiguren und Drehungen wirkte bis in die hinteren Reihen. 

 

Die griechische Mythologie wurde an diesem Abend gleich mehrfach bespielt. Zunächst „traf Odysseus nach langer Reise, uff Wese, die Sirene heiße“. Dazu verführten 17 Bodenturnerinnen (Lea und Sarah Grim) mit Überschlägen die schiffbrüchigen Seefahrer und fesselten mit ihrer zusätzlichen Tanzdarbietung zugleich die Blicke der Zuschauer. Sehr sprungkräftig und perfekt choreografiert präsentierten sich die „Herkules-Turner“ (Ralf Ernsberger), die mit Salti und Mehrfachschrauben über eine Luftkissenbahn hinweg wirbelten. Und dann war da noch „Ikarus“, dessen Flügel diesmal zwar nicht die Sonne, aber die Spättle der Hallendecke erreichten: Über den Köpfen der Zuschauer schaukelte sich die Truppe um Lennart Hummel an den Ringen spektakulär zu zahlreichen Doppelsalti in den Stand.  

 

Eine Verzögerung bei der Weiterfahrt verursachte die Tanzgruppe Charisma vom TV Zell a.H., die dieses Mal als „Omas“ erst langsam in Fahrt kamen, dann aber ihre neueste Choreografie wirkungsvoll in Szene setzten und die Halle akustisch zum Beben brachten. Als akrobatische „Teufelinnen“ zeigten Helena Moser, Yara Seger und Eva Sornik hochklassige Gymnastik an einem vertikalen und sich permanent drehenden Ring. Zu einem schauspielerischen Highlight avancierte die Geschichte um Schneewittchen, die nach dem Biss in den vergifteten Apfel von den „Sieben Zwergen“ (Rainer Klipfel) wieder gerettet wurde. Diese Barrenturner agierten rasant, mit viel Witz und Höchstleistungen bis zum Doppelsalto-Abgang rückwärts.
 

Die Showdance-Gruppe um Melissa Poschenrieder lockte zu „Alice ins Wunderland“: Als Hutmacher, Grinsekatze und Kaninchen parodierte die Gruppe auf tänzerische Weise die legendären Absurditäten dieser Geschichte. Auch die Schlussnummer, in der zehn Paare als „Tinkerbell und Peter Pan“ (Sarah Grim & Thomas Heini) akrobatisch kunstvoll und schwungvoll agierten, war ein echter Hingucker. Und wie bei allen Programmpunkten zuvor, war auch hier die Lust und große Spielfreude der Vereinssportler spürbar. Nach einem rund dreieinhalbstündigen Bühnenprogramm belohnte das Publikum die Akteure nochmals mit lauten Ovationen, ehe die Partyband „Nightlife“ zum Tanz aufspielte und einen grandiosen Abend beendete.

Fotoserien

103. Turnerball (DO, 12. Februar 2026)

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Mi, 18. Februar 2026

Bild zur Meldung

Weitere Meldungen

GYMWELT-Preis für den TVG

16. Gengenbacher TurnMix