TVG-Geschichte

2001 bis heute
| 2024 | Wir feiern unser 125-jähriges Jubiläum - zur Nachlese |
| 2023 | Der Bundespräsident ehrt den Turnverein mit dem goldenen Stern des Sports in Berlin. |
| 2014 | Die Sportmarke GYMWELT wird im TVG eingeführt. Das Kursangebot wird fortan kontinuierlich erweitert. |
| 2012 | Eröffnung der neuen Geschäftsstelle und Begrüßung des ersten hauptamtlichen Mitarbeiters (Bundesfreiwilligendienstler). |
| 2003 | Erste Hompage geht online |
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Bundespräsident ehrt den Turnverein mit dem goldenen Stern des Sports in Berlin 2023
Beim bedeutendsten Wettbewerb des deutschen Vereinssports zeichnete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 23.01.2023 den Turnverein Gengenbach für sein „Würfelspiel für Bewegung rund um den Küchentisch“ mit dem goldenen Stern des Sports aus.
Wer hätte 1899 gedacht, dass der 1. Vorsitzende des Turnverein 1899 Gengenbach e.V. vom Staatsoberhaupt (damals Kaiser) heute Bundespräsident eingeladen wird
GYMWELT
Neue Geschäftsstelle und erster BFDler
Anlässlich der Mitgliederversammlung 2012 wurde die neue Geschäftsstelle in der Kinzigtalhalle offiziell eingeweiht und der Turnverein konnte den ersten BFDler (Bundesfreiwilligendienst) begrüßen.
Der ehrenamtliche Vorstand wurde nunmehr durch hauptamtliche Mitarbeiter unterstützt. (BFD, freiwilliges Soziales Jahr, Duales Studium Bachelor/Master)
Erste Homepage
Der Turnverein wird digital und stellt im Rahmen des Neujahrsempfangs 2003 im Feuerwehr-haus Gengenbach seine erste Homepage vor.
In dessen Folge wurde der Turnverein auf Social Media immer präsenter.
2012: Facebook: Turnverein 1899 Gengenbach
2017: Instagram: #turnverein1899gengenbach
2017: Youtube: @Turnverein1899Gengenbach

1976 bis 2000
| 1990 | Erstes internationales Dr. Roland Rau Speerwurfmeeting im Kinzigtalstadion |
| 1980 | Wiedereinführung des Stadtlaufs anlässlich der 1980 stattfindenden 750-Jahr-Feier der Stadt Gengenbach |
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1. Gesamtdeutsches Speerwurfmeeting
Am 16. September 1990 findet das erste Speerwurfmeeting in Gengenbach statt. Ein Höhepunkt war im Jahr 1991 als der Magdeburger Raymond Hecht mit 90,84 m einen deutschen Rekord warf.
In Erinnerung an den 1994 verstorbenen Gründer des Speerwurfmeetings Roland Rau wird dieses 1995 in „Internationales Dr. Roland Rau Speerwurfmeeting“ umbenannt.
Mit Tom Pukstys (USA) siegt 1994 erstmals ein Werfer aus Übersee vor dem Publikumsliebling und heutigen Bundestrainer Boris Obergföll. Der Sieger darf neben einer Siegprämie sein Eigengewicht in Wein mit nach Hause nehmen.
Stadtlauf 1980
Anlässlich der 750-Jahrfeier der Stadt Gengenbach ruft der Turnverein den in Vergessenheit geratenen Stadtlauf wieder ins Leben.
Bereits in den 30er Jahren und nach dem Krieg bis 1950 war der Stadtlauf ein beliebte Gengenbacher Veranstaltung. Nahezu 500 Läufer nehmen an der Neuauflage des Stadtlaufs teil.

1951 bis 1975
| 1975 | Große Feier zum 75-jähriges Vereinsjubiläum |
| 1969 | Neugründung einer Handballabteilung |
| 1967 | Erstes landesoffene Leichtathletiksportfest |
| 1961 | Neues Holzdäfili |
| 1958 | Gründung einer Tennisabteilung |
| 1952 | Gründung einer Schwimmabteilung |
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Feier zum 75-jährigen Vereinsjubiläum
Mit einem Jahr Verspätung (1975) begeht der Turnverein sein 75. Jubiläum.
Grund für die Verlegung war die Einweihung der neuen Sporthalle am „Oberen Grün“ Mit einem vielseitigen Unterhaltungsprogramm und nicht zuletzt einer 24 Musiker umfassenden Big-Band sorgt der Turnverein für eine festliche Stimmung.
Neugründung einer Handballabteilung
Die Neugründung der Handballabteilung ist schon lange überfällig. 1952 ist der erste Versuch gescheitert.
16 Jahre später 1969 gelingt dieses Vorhaben im Gasthaus Löwen. Erster kommissarischer Abteilungsleiter wird Günter Verhöven. Später übernimmt Gottfried Moser für über 14 Jahre dieses Amt. Probleme gibt es anfangs mit dem Hallenplatz. Bis zum Neubau der Kinzigtalhalle müssen alle Spiele auswärts aufgetragen werden.
Landesoffenes Leichtathletiksportfest
Bei schönem Wetter findet erstmals 1967 ein landesoffenes Leichtathletiksportfest auf dem Inselsportplatz statt.
Angespornt durch den großen Erfolg wird eine Wiederholung der Veranstaltung angestrebt. Bis 1977 entwickelte es sich zu einem echten internationalen Wettbewerb mit bis zu 500 Teilnehmern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz.
Holztäfele 1961
Nach zahlreichen Turnfest-Teilnahmen entstand der Wunsch, eine Holztafel anzuschaffen, so dass der Vereinsvorstand 1961 den Gengenbacher Holzbildhauer Hans Irion damit beauftragte. Auf beiden Seiten sind Gengenbacher Stadtwappen, Obertor, Niggelturm, die „vier F“ und der Vereinsname mit dem Gründungsjahr zu erkennen. 1975 wurde die Tafel erstmalig restauriert.
Gründung einer Tennisabteilung
Mit 66 Mitgliedern gründete sich 1958 unter der Abteilungsleitung Walter Porsche eine Tennisabteilung.
Besonders stolz ist man über die Mitgliedschaft von zehn Vorbeckschülerinnen. Die neue Abteilung besteht allerdings nicht lange. Im April 1966 spaltete sie sich vom Turnverein ab und lässt sich als TC Rot-Weiß Gengenbach e.V. im Vereinsregister
Gründung einer Schwimmabteilung
Die Mühe hatte sich gelohnt. Regemäßig war der Turnverein mit über 20 Mann an den Aushubarbeiten des neuen Bades beteiligt.
Am 13. Juli 1952, rechtzeitig zum Gauturnfest, soll nun das neue Schwimmbad offiziell für den Schwimmbetrieb freigegeben werden. Die Gründung einer Schwimmabteilung war also eigentlich nur noch eine Formsache.

1926 bis 1950
| 1949 | 50 Jahre Turnverein |
| 1937 | Kreistreffen in Gengenbach |
| 1936 | Zwangszusammenschluss mit dem Sportverein |
| 1930 | Zersägte Jungfrau am Turnerball |
| 1927 | Gründung einer Skiabteilung |
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50-jähriges Vereinsjubiläum
Zum 50-jährigen Vereinsjubiläum veranstaltete der Turnverein ein großes Fest auf dem Sportplatz in der Schneckenmatte.
Es werden keine Kosten und Mühen gescheut und ein Karussell für den Turnernachwuchs wird organisiert. Wer tanzen möchte muss allerdings vorher ein Tanzbändel erwerben
Kreistreffen
Bei schönem Wetter und einer regen Beteiligung findet vom 28. bis 30. August 1937 das erste Kreistreffen der Fachamtes Turner im Reichsbund für Leibesübungen auf dem Gengenbacher Sportplatz statt.
Neben anderen hervorragenden Leistungen ist aus Gengenbacher Sicht vor allem der Vierfach-Erfolg im volkstümlichen Vierkampf der Turnerjugend erwähnenswert.
1 Otto Fellhauer 83,2 Punkte
2. Dieter Schimpf 82 Punkte
3. Alban Geiger 74 Punkte
4. Helmut Roth 73 Punkte
Zusammenschluss mit dem Sportverein
Im Jahr 1936 veranlasst der Regierung die Eingliederung des Sportvereins in den Turnverein.
Der Gengenbacher Sportverein wird komplett aufgelöst und als Abteilung Fußball im Turnverein weitergeführt. 1940 beschließt der Turnrat die Umbenennung des Vereins in „Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Gengenbach.
Übrigens ist auch der Turnverein recht früh in Sachen Fußball aktiv. Bereits im Jahr 1907 beantragt man bei der Stadt, sie möge doch ein Wiesengrundstück zur Verfügung stellen, auf welchem Fußball gespielt werden könne.
Fasend
In diesem Jahr 1930 entsteht ein Mytos, der bis zum heutigen Tag nachwirkt. Eine Turnergruppe erregt in der ganzen Stadt höchstes Aufsehen durch ihren Zaubertrick der „zersägten Jungfrau“.
Der Name der Jungfrau, die das über sich ergehen lassen musste ist uns leider nicht überliefert.
Gründung einer Skiabteilung
Um im Winter die Abwanderung von Mitgliedern aus dem Turnverein zu stoppen wird 1927 eine Ski-Abteilung ins Leben berufen.
Auch schon früher hatte sich der Verein um die Wintersportbegeisterten gekümmert. Am 14. Januar 1924 ergeht ein Schreiben an die Stadt mit der Bitte „… den städtischen Eisweiher im Großen Grün, den sogenannten Sauweier, bei günstiger Witterung unter Wasser zu halten. …“, um der neugegründeten Eislaufabteilung eine Ausübung ihres Sports zu ermöglichen.

1899 bis 1925
| 1925 | Schenkung Vereinskasse |
| 1924 | Einweihung Gedenkstein |
| 1913 | 10. Gauturnfest mit Fahnenweihe |
| 1903 | Erstes Waldfest |
| 1901 | Schenkung Trinkhorn |
| 1900 | Erster Turnerball |
| 1899 | 17. März 1899 Gründungstag des Turnverein 1899 Gengenbach e.V. |
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Inhalt
Vereinskasse 1925
In der Monatsversammlung vom 18.03.1926 überreichte der 2. Vorsitzende dem TVG eine verzierte Holzkassette mit der Inschrift "Schaffe viel hinein, gib wenig heraus (1925)". die Bemalungen auf dem Deckel zeigen mittig die bekanten "vier F" der Turnbewegung sowie kunstvolle Darstellungen von vier Athleten. Nach dem zweiten Weltkrieg galt die Holzkiste als verschollen und wurde zufällig bei einer Haushaltsauflösung im Herbst 2018 wieder entdeckt.
Einweihung Gedenkstein 06. Juli 1924
Im Rahmen des 25jährigen Stiftungsfestes wurde der Gedenkstein für die Gefallenen des ersten Weltkriegs enthüllt.
Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde im Vorstand des Turnvereins beschlossen einen Stein aufzustellen, um zum Gedenken an die 28 gefallenen Vereinsmitgliedern des Weltkriegs. Kurz nach der Enthüllung des Gedenksteins entflammte eine Diskussion im Stadtrat, wonach der Stein an einer unpassenden Stelle stünde und wieder entfernt werden sollte. Als Begründung wurde aufgeführt, „dass der die Architektur der Turnhalle beeinträchtigen und den Eingang derselbigen verdecken würde.
Fahnenweihe 1913
In einem Festakt im Rahmen des 10. Ortenauer Gauturnfestes fand die offizielle Fahnenweihe statt. … weiterlesen
Bereits in der Turnratssitzung am 06.05.1902 kamen die ersten Spenden für eine Vereinsfahne in Höhe von 2,40 Mark zusammen. In der darauffolgenden Monatsversammlung am 23.05.1902 in der Brauerei Sohler erging folgender Beschluss: „Die Gründung des Fahnenfonds wurde in der Versammlung bekanntgegeben, welches allseitig mit Freuden begrüßt wurde. Das Zirkulieren eines Tellers ergab den Betrag von M 2,20 zu Gunsten des Fahnenfonds.“
10. Ortenauer Gauturnfest 16./17.08.1913
Der Turnverein Gengenbach richtet zum ersten Mal in seiner noch jungen Geschichte das Ortenauer Gauturnfest aus.
Es sind gerade 14 Jahre seit der Gründung des Turnvereins vergangen. Dies ist für die Verantwortlichen des Turngaus jedoch kein Hinderungsgrund, den Verein zum Ausrichter des 10. Ortenauer Gauturnfestes zu machen. Über 1000 Turner nehmen daran teil.
Waldfest
1903 gab es dann ein erstes Schauturnen auf der Wolfslache, welches ab 1907 fester Bestandteil im Gengenbacher Veranstaltungs-kalender wurde. Noch bis Ende der 50er Jahre gibt es am Sonntagnachmittag den feierlichen Umzug der Turngemeinschaft unter Mitwirkung der Stadtkapelle vom Bahnhof zum Festplatz. Diese Erfolgsgeschichte des Waldfestes sollte bis 1997 anhalten.
Trinkhorn 1901
„Zwei hiesige Damen, deren Namen nicht genannt werden sollten, fassten den wohllöblichen Gedanken, dem TVG ein Trinkhorn zu stiften und in Straßburg zu bestellen“, so ist im Vereinsprotokoll vom 14.01.1901 nachzulesen. Die feierliche Übergabe erfolgte beim Turnerball am Schmutzigen Dunnerschdig. Auf dem Rand des Deckels ist eine Widmung mit Jahreszahl noch heute nachzulesen.
1. Turnerball am 22.02.1900
Motto: „Costümfest“ – am 22.02.1900 im Löwensaal
Auszug Protokollbuch „Verlauf des Costümfestes am 22. Februar 1900“: „Es wurden 6 Mann Musik (Gengenbach) engagiert, von 8 bis 2 Uhr zum Preis von Mk 30.-. Im „Kinzigboten“ groß inseriert, Eintrittskarten ausgegeben & zwar im Vorverkauf bei Herrn Berger für Mitglieder 20 Pfennig. Nichtmitglieder 40 Pfennig, am Abend an der Kasse für Mitglieder 25 Pfennig, Nichtmitglieder 50 Pfennig. Feierabend Stunde wurde auf 3 Uhr festgelegt, getanzt wurde nur bis 2 Uhr. Es kamen Theateraufführungen & turnerische Vorträge, sowie Turner Stabübungen (alle schwarz bemalt) vor. Es war ganz fidel und kann dieser Schmutzigen Donnerstag zu solchen Sachen bestens empfohlen werden. Der Kasse ging zwar nur ein Reingewinn von Mk 5.75 zu. gez.: Vorstand: J. Geiger / Schriftwart: R. Gröbel“

Gründungsversammlung
Am 17. März 1899 fand die Gründungsversammlung des Turnverein 1899 Gengenbach im Nebenzimmer der Brauerei Bertsch statt
Als damalige Beitrittsgebühr werden 50 Pfennige festgesetzt. Der monatliche Beitrag beträgt für aktive Turner 25, für Zöglinge 15 und für passive Mitglieder 20 Pfennig. Die erste Amtshandlung des frisch gewählten Turnrats unter der Leitung des Vereinsvorsitzenden Josef Geiger ist die Bestellung eines Recks. Der Geldwart Karl Dippel hat durch diese Neuanschaffung bereits zu Beginn 68 Mark im Minus zu verbuchen.

| 1884 | Erste urkundliche Erwähnung eines Gengenbacher Turnvereins |
| 1871 | Pflanzung einer Friedenslinde |
Nach Turnvater Jahn sollte das Turnen den Körper und den Charakter bilden, es hatte allerdings auch einen politischen Aspekt. In der napoleonischen Herrschaft sollten Standesunterschiede sowie die Kleinstaaterei in Deutschland überwunden werden.
1871 Erste Anfänge ... weiterlesen
Die erste urkundlich Erwähnung eines Gengenbacher Turnvereins stammt vom 25. August 1884.
Mit diesem Datum ist ein Brief des 1. Vorsitzenden des Turnvereins, Dr. Metzger, an den Stadtrat von Gengenbach datiert mit der Bitte, den städtischen Turnplatz, sowie die Turngeräte benutzen zu dürfen. Die Auflösung des Vereins am 2. Februar 1886 entgeht der Stadt Gengenbach allerdings. Sie verlangt noch im Herbst 1886 vom Turnverein einen Betrag von 20 Mark für die Benutzung der Sportanlagen.
1871
1871 haben Turner die Friedenslinde an der Gengenbacher Bahnunterführung gepflanzt.